Grace Ellen Barkey & Needcompany (Belgien)
The Porcelain Project
Hunderte von weißen tassen-, tüten- und tellerförmigen Porzellanobjekten bilden das bewegliche und zerbrechliche Bühnenbild, das die Designerin Lot Lemm entworfen und in dem die indonesische Choreographin Grace Ellen Barkey ihr märchenhaftes Porcelain Project angesiedelt hat. Seine kauzigen Bewohner kommen aus einer anderen Welt, ein bisschen dadaistisch, ein wenig anarchistisch. Der Zuschauer wird in einen frivolen Kosmos entführt, in dem alles und jeder von allem und jedem sinnlich berührt wird. Eine utopische Fantasiewelt – ein Ort jenseits der gewohnten Ordnung.
Die sechs TänzerInnen tragen phantastisch verrückte Kostüme, die sich den wie Perlen glänzenden Körpern widersetzen. Ihre Bewegungen verlangen dabei ständig, mit dem Material überaus achtsam umzugehen. Denn Scherben bringen nur im Sprichwort Glück, obgleich sie auch kosmische Begleiterscheinungen haben können.
Die visuelle Schönheit und Intensität von Grace Ellen Barkeys Arbeiten ist legendär. Die Mitbegründerin der belgischen Needcompany vergleicht ihre jüngste Arbeit mit einem Flohzirkus. The Porcelain Project ist vieles zugleich: Ein verrücktes, königliches Drama, von einer bunten Maskerade zur nächsten hüpfend, überflutet mit Frivolität wie auch eine dunkle Allegorie über Macht, Lust und Begehren.
Choreographie: Grace Ellen Barkey, Tanz: Misha Downey, Julien Faure, Benoît Gob, Maarten Seghers, Yumiko Funaya, Porzellan: Lot Lemm, Licht: Koen Raes, Ken Hioco, Produktionsleitung: Luc Galle, Technik: Ken Hioco, Frank Van Elsen, Sound: Bart Aga, Dauer: ca. 90 min
Produktion: Needcompany, Co-Produzenten: Théâtre Le Quai (Angers), La Rose des Vents (Scène Nationale de Villeneuve d’Ascq), PACT Zollverein (Essen), Kaaitheater (Brüssel), Mit Unterstützung der Flämischen Landesbehörden.
